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THOUGHTS

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Ich wußte selten, was ich wollte, eher, was ich nicht wollte – das habe ich dann meistens erfolgreich vermieden. So arbeite ich auch: Konzeptfragmente wechseln mit Spontanem, immer bin ich mit mehreren Werken beschäftigt. Inhalt, Material, Darstellung sind breit gefächert, Improvisation gegen strenges Konzept gesetzt.

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I hardly ever knew what I wanted, yet what I didn’t wanted. And mostly succeeded in avoiding the latter. This attitude resembles my working process. Fragments of concepts and spontaneous ideas vary, hence I always work on several pieces at the same time. Content, material and representation are manifold, improvisation is confronted with concepts.

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[su_highlight background=“#24282D“ color=“#ffffff“]  Wie bildet sich der Künstler? Er bildet sich vornehmlich als Mensch.  [/su_highlight]

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Perfektion existiert nicht in der Realität, sondern sollte als „Arbeitsbegriff“ verstanden werden, sprich‘ ein Ideal in unseren Köpfen. Also sollte man als Künstler auch gar nicht erst versuchen, Perfektion durch möglichst perfektes Arbeiten darzustellen. Denn: wie die Wolke am blauen Himmel – ohne die wir die Tiefe des Himmels nicht erahnen können – verdeutlicht dem Menschen eine Störungen der Perfektion im Umkehrschluß besser die Perfektion, als die Pefektion selbst. Und das unter Lieferung der Maßstäblichkeit auf ehrlichere, authentischere Art und Weise, denn wir können darin die Maßstäbe entdecken, die wir mit unserer Wahrnehmung unserem Kosmos auferlegen: unsere eigenen, unserer Beschaffenheit gemäßen.

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[su_highlight background=“#24282D“ color=“#ffffff“]  Unsere Gesellschaft ist vornehmlich ein psychologisches Problem.  [/su_highlight]

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Die menschliche Persönlichkeit scheint mir wie eine Zwiebel in Schichten aufgebaut, vom ewig teilbaren zum ewig ausgedehnten, in beiden Richtungen ohne definiertes Ende. Das „Ich“ als vermeintlich statischer Kern entpuppt sich als Illusion, als weiterer Mikrokosmos in einem weiteren Makrokosmos. Unsere Persönlichkeit wäre demnach als Prozess zu verstehen, der in der Korrespondenz von Außen und Innen stattfindet, in der Spannung zwischen den Schichten.

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Kontinuität und Sprung. In der Berührung von Bekanntem und Unbekanntem kann etwas neues entstehen. Ein „mystischer Salto“, in dem sich das Entstehen von Neuem schlagartig offenbart, der aber auf er Basis der Kontinuität geschlagen wird.

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Im Umschreiten einer Skulptur liegt eine Verzeitlichung der Skulptur durch den Betrachter. Besonders deutlich wird dies an den Harzköpfen, in denen sich mit dem Umschreiten das ganze Innenleben bewegt und verändert. Hier wird die Zeit sichtbar, die der sich bewegende Betrachter der Skulptur ‚verleiht‘, denn nur in der Bewegung sind wir in der Lage, Zeit wahrzunehmen – und die Bewegung des Innenlebens rührt vom Betrachter her.

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Die Kunst und wegen ihrer Haptik vor allem die Bildhauerei ermöglichen dem Betrachter das freie Spiel mir Erfahrung und Erkenntnis. Durch die Verdichtung von bedeutungsträchtigen Elementen und Ebenen durch den Künstler für den Betrachter wird sie zum Objekt unserer Erkenntnis, über welches wir unsere Welt erfühlend und erdenkend nachvollziehen können und auch uns selbst, wenn wir uns im eigenen Urteil entdecken. Und der Künstler ist stets der erste Betrachter des Kunstwerkes.

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[su_highlight background=“#24282D“ color=“#ffffff“]  Dem Idealisieren geistiger Inhalte entspricht das Schleifen in der Welt der Materialien.  [/su_highlight]

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Die Nutzung transparenter Materialien in Verbindung mit Licht hat in unserem Kulturkreis seit dem frühen Mittelalter Tradition: der eindrucksvolle Höhepunkt sind wohl die vielfarbigen gotischen Fenster. Hier half das Glas, Licht zu vergegenwärtigen, welches den Geist Gottes symbolisierte, durch den die Gläubigen erleuchtet werden sollten. Auch heute noch sind Spuren in unseren Vorstellungen und in unsrer Sprache zu finden, die darauf verweisen, daß Licht und Transparenz ein Synonym für Geist darstellen. Wenn der Geist versteht, „geht ihm ein Licht auf“ und er „durchschaut“, Sachverhalte und Menschen werden‚ be- oder durchleuchtet und „gläsern“.

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Das eigentliche Material des Bildhauers ist der Raum, egal, wovon der wiederum „besetzt“ ist: Beton „belegt“ den Raum ziemlich vollständig, während der Harz ihn Dank seiner Transparenz nur „andeutet“. Dennoch hat jedes Material seine optischen und inhaltlichen Wertigkeiten.

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Die Vielfältigkeit der verschiedenen Abformtechniken und Abwandlungen derselben haben es mir besonders angetan – technisch gesehen baue ich Hohlräume, die ich in der Folge durch verschiedene fließfähige Materialien dokumentiere. Der für mich fesselnde Gedanke: ich schaffe einen Hohlraum, eine Leere, die das Material strukturiert. Durch die umgebende Form ist der Forminnenraum für mich geistiger Raum. Fließende Materialien fühlen sich auch nach der Erstarrung prozessual an.

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Kleben ist in sofern großartig, daß es vollkommen unkombinierbar scheinende Materialien zusammenbringt, philosophisch sehr interessant.

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  [su_highlight background=“#24282D“ color=“#ffffff“]Ich mag den Gedanken der Kunst als Experimentalphilosophie.[/su_highlight]

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